Elisabeth Habicher Schwarz, Tiroler, Reinländer und Bayern im Urwald Peru

POZUZO
Tiroler, Rheinländer und Bayern
im Urwald Perus

eine Dokumentation
von Elisabeth Habicher-Schwarz

1.Auflage im Februar 2001
erschienen beim
Berenkamp-Verlag
ISBN 3-85093-123-4 = vergriffen!

2.Auflage im Juli 2006
272 Seiten, 214 Abbildungen
ISBN 978-3-85093-123-6
€ 27.90 (exkl. Porto)

erhältlich im Buchhandel oder
über die Kontaktadresse der Autorin
<elhasch@aon.at>

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Die 2.Auflage dieses Buches wurde 2008
in die spanische Sprache übersetzt
und mit Lizenz des Berenkamp-Verlages
mit dem Titel

POZUZO – Tiroleses, renanos y bávaros
en la selva del Perú

in einer aktualisierten Form verlegt:
ISBN 978-3-200-01239-4

Die spanische Ausgabe ist für Peru,
insbesondere aber für Pozuzo
zum 150-Jahr-Jubiläum im Jahr 2009
bestimmt.

Die Autorin hat nach langjähriger Beschäftigung mit diesem komplexen Thema ein interessantes Buch über Pozuzo geschrieben, dessen Inhalt im Wesentlichen folgendes umfasst:
Im Jahr 1857 sind ca. 180 Tiroler und 120 Rheinländer und im Jahr 1868 ca. 300 Tiroler und 20 Bayern nach Peru ausgewandert, um sich in Pozuzo und Umgebung eine neue Existenz aufzubauen. Die Tiroler Auswanderer kamen hauptsächlich aus dem Oberinntal, z.B. aus Silz, Haiming, Zams, Landeck, Pfunds und Mieming, vereinzelt aber auch aus anderen Landesteilen wie z.B. aus dem Außerfern, Unterinntal, Wipptal und Stubaital sowie aus Süd- und Osttirol. Die Rheinländer kamen aus der damals preußisch verwalteten Rheinprovinz, und zwar aus Burglahr, Peterslahr, Reil, Alf, Briedel und Zell, die Bayern aus Kolbermoor und Aibling.
Die erste Gruppe erreichte das zugewiesene Siedlungsgebiet allerdings nicht im gleichen Jahr der Auswanderung, sondern musste sich mühsam bis an den Pozuzo durchschlagen, wo sie sich, durch Abwanderungen und Todesfälle reduziert, erst im Jahr 1859 endgültig niederlassen konnte, weil die peruanische Regierung den versprochenen Weg vom Andenhochland hinunter an den Pozuzo nicht gebaut hatte. Dieses Unternehmen wurde daher zu einer der schicksalhaftesten europäischen Gruppenauswanderungen des 19. Jahrhunderts. Dieses Buch dokumentiert ausführlich die Hintergründe und Ursachen der beiden Auswanderungen nach Peru, den Ablauf derselben, die Gründung und die weitere Entwicklung der Kolonie.
Eine umfangreiche Namensliste der damaligen Auswanderer rundet dieses informative Buch über Pozuzo ab, das als das bisher beste Standardwerk über Pozuzo gilt.


Buch-Rezension
von Mag. Gottfried Hörmanseder im „TIROLER CHRONIST“ Nr. 82 / April 2001 / Seite 46

Das vorliegende Buch beschäftigt sich sehr eingehend mit der Geschichte der Auswanderer nach Pozuzo im vorigen Jahrhundert. Wir erfahren sehr viel über die Lebensbedingungen hier und dort, die Faktoren, die für die Menschen ausschlaggebend waren, um ihre angestammte Heimat zu verlassen und sich auf das Abenteuer im fernen Peru einzulassen. Erstmals wurden auch relativ genaue Zahlen ermittelt, in welchem Verhältnis die Herkunft der Einwanderer im Amazonas-Tiefland waren. Es ist als ob man selbst die Reise mitmachen würde, so versucht die Autorin sich in die damalige Zeit zu versetzen. Man erfährt ebenso über die Hintergründe der Einwanderung, wie über die Probleme, die die betroffenen Menschen erwartete. Die Autorin bereiste bereits mehrmals Pozuzo und konnte daher die gegenwärtige Lage ausführlich beschreiben.